Early Petropoetics
Internationale Konferenz
Erdöl prägt seit über einem Jahrhundert Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur. Während Öl-Ästhetiken der Zeit nach 1950 und in nordamerikanischen Kontexten gut erforscht sind, wurde der Frühphase der Ölförderung – etwa in Galizien, einer der ersten Ölregionen weltweit – dahingehend bisher weniger Aufmerksamkeit geschenkt.
Diese frühe Periode ist geprägt von spezifischen Materialitäten, Arbeitsbedingungen und gesellschaftlichen Nutzungsformen, die eigene kulturelle Narrative und eine reichhaltige materielle Kultur hervorbrachten. Um die Ursprünge der „Petromoderne" zu verstehen, müssen wir die Anfänge der industriellen Ölförderung untersuchen: Welche Erzählungen, Geschlechterdynamiken und kulturellen Stereotype entstanden bereits vor dem Ölboom der 1950er Jahre?
Die zweitägige internationale Konferenz bringt Wissenschaftler:innen zusammen, die sich mit frühen Darstellungen von Erdöl und seiner Förderung im 19. und frühen 20. Jahrhundert beschäftigen – in Literatur, Film und bildender Kunst. Dabei werden dezidiert auch außerwestliche Kontexte fokussiert, darunter Osteuropa, Südamerika und Westasien.
Konferenzsprache ist Englisch.
Die Tagung wird gefördert von der Fritz-Thyssen-Stiftung.