Meteorologie

Generaldirektor Andreas Schaffhauser zum neuen WMO-Europa Präsidenten gewählt

Dr. Andreas Schaffhauser, wissenschaftlicher Generaldirektor von GeoSphere Austria, wurde zum neuen WMO Europa-Präsidenten gewählt. Schaffhauser übernimmt dieses Mandat für die kommenden vier Jahre zusätzlich zu seinen Agenden bei GeoSphere Austria. Die Wahl des studierten Meteorologen unterstreicht das internationale Engagement und die Expertise Österreichs bei Wetter, Klima und Naturgefahren.

„Herzlichen Glückwunsch an Andreas Schaffhauser zu dieser Wahl, die die hervorragende Arbeit des gesamten GeoSphere Austria Teams auch international sichtbar macht. Es zeigt, wie sehr das Know how und das Engagement Österreichs über die Grenzen hinweg geschätzt werden. Internationale Kooperation bildet die Basis, um unsere Expertise auf dem Gebiet der Meteorologie weiter auszubauen“, gratuliert Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung.

Ministerin Holzleitner gratuliert Direktor Schaffhauser neben Flaggen von Österreich und der EU

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Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung, gratuliert GeoSphere Austria Generaldirektor Andreas Schaffhauser zur WMO-Europa-Präsidentschaft. © BMFWF/Keleta.

Die WMO ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen und bildet den internationalen Rahmen für die Zusammenarbeit in den Bereichen Wetter, Klima, Wasser und verwandten Umweltfragen. „Kein Land kann heutzutage moderne Wettervorhersage und Klimabeobachtung alleine leisten. Wetter und Naturgefahren machen nicht an Staatsgrenzen halt, zuverlässige Vorhersagen und Warnungen beruhen auf dem weltweiten Austausch von Beobachtungs- und Satellitendaten, Modellen und wissenschaftlicher Expertise“, so Andreas Schaffhauser zur Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit.

Seine Wahl zum Europa-Präsidenten der WMO erfolgte im Rahmen der 19. Sitzung der Regional Association VI in Bukarest. Mit der Präsidentschaft ist zugleich die Mitgliedschaft im Executive Council der WMO verbunden.

Europa zählt weltweit zu jenen Regionen, die vom Klimawandel und zunehmenden Extremereignissen besonders betroffen sind. Zusätzlich stellen neue Technologien und Künstliche Intelligenz sowie wachsende finanzielle und institutionelle Herausforderungen Wetter-, Klima- und Warndienste vor neue Herausforderungen.

„Österreich profitiert jeden Tag von dieser internationalen Zusammenarbeit. Gleichzeitig können wir unsere Erfahrungen und unser Wissen einbringen und Verantwortung in der internationalen Gemeinschaft übernehmen. Die Wahl ist daher auch eine Anerkennung für das große internationale Engagement unserer Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen bei GeoSphere Austria“, unterstreicht Andreas Schaffhauser.

Internationale Kooperation schafft Mehrwert für Wetterdienste

Im Mittelpunkt seiner Tätigkeit wird insbesondere die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern, der praktische Wissens- und Erfahrungsaustausch sowie die Weiterentwicklung der nationalen meteorologischen und hydrologischen Dienste stehen. Die regionale Zusammenarbeit soll dazu beitragen, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und für alle Mitglieder einen konkreten Mehrwert zu schaffen. Die Regional Association VI erstreckt sich vom Nordatlantik über Europa und den Mittelmeerraum bis nach Zentralasien. Insgesamt werden von ihr 50 Mitgliedstaaten koordiniert.

GeoSphere Austria engagiert sich in zahlreichen europäischen und internationalen Kooperationen. Dazu zählen unter anderem die Mitwirkung an der internationalen Initiative Early Warnings for All, das Engagement in der Systematic Observations Financing Facility (SOFF) sowie der Betrieb von MeteoAlarm, der europäischen Plattform für Wetterwarnungen. Darüber hinaus bringt die Bundesanstalt wissenschaftliche und operationelle Expertise in internationale Programme ein und unterstützt Wetterdienste in anderen Ländern durch Peer-to-Peer-Kooperationen.

Studierter Meteorologe mit Fokus auf internationale Vernetzung

Dr. Andreas Schaffhauser ist seit 2023 wissenschaftlicher Generaldirektor von GeoSphere Austria. Der in Gratwein aufgewachsene Steirer studierte Meteorologie an den Universitäten Graz und Innsbruck und verfügt über ein Marie Curie Fellowship an der Universität Bologna in Italien. Nach Tätigkeiten in den Bereichen Fernerkundung und alpiner Meteorologie übernahm er 2011 die Leitung der Wetter-, Klima- und Umweltdienste der damaligen ZAMG sowie der kommerziellen und internationalen Aktivitäten. In dieser Funktion lenkte er die Weiterentwicklung hin zu auswirkungsorientierten Vorhersagen und Warnungen. Er koordinierte und entwickelte über mehrere Jahre MeteoAlarm weiter – das europäische, auswirkungsorientierte Warnsystem. Seit 2021 war er Permanent Representative Österreichs bei der WMO.