Klima

März 2026 – frühlingshaft warm, niederschlagsarm, besonders sonnig im Norden und Osten

Vorläufige Märzbilanz der GeoSphere Austria: Im Tiefland war es der 22.-wärmste März in der 260-jährigen Messgeschichte. Vor allem im Osten Österreichs wurden kaum Niederschläge verzeichnet.

Vor allem in den Bergen sowie im Süden und Westen des Landes war es im März überdurchschnittlich warm. „Trotz der langen Hochdruckphase mit wenig Bewölkung, die eigentlich anfällig für Nachtfröste ist, gab es speziell unterhalb von 1000 m Seehöhe relativ wenig Frost“, analysiert Klimatologe Alexander Orlik von der GeoSphere Austria. Der März 2026 war im Tiefland um 1,2 Grad Celsius wärmer als das Mittel des Bezugszeitraumes 1991-2020 und um 2,5 Grad wärmer als das Klimamittel 1961-1990. Damit landete er auf Platz 22 der wärmsten März-Monate in der 260-jährigen Messgeschichte Österreichs. Auf den Bergen war es mit einer Temperaturabweichung von 0,7 bzw. 2,0 Grad der 36. wärmste März seit dem Jahr 1851.

Die höchste Lufttemperatur wurde mit 20,4 Grad bei der Messstation Innsbruck-Universität am 7. März registriert. Der niedrigste Wert unter 1.000 Meter Seehöhe am 28. März in Ehrwald (Tirol, 982 m) mit minus 13,7 Grad. Minus 15 Grad hatte es am selben Tag in Lech (V, 1442 m).

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Temperatur im März 2026: Abweichung der Temperatur vom Mittel im Vergleich zum Mittel 1991-2020. Auswertung mit SPARTACUS-Daten bis inkl. 30.03.2026. © GeoSphere Austria.

Trockenheit und Sonnenstunden

Der März 2026 war in vielen Teilen Österreichs deutlich zu trocken. Die Regionen mit den größten negativen Abweichungen zum Klimamittel waren im März 2026 die östliche Hälfte Salzburgs, Oberösterreich, das westliche Waldviertel, die Steiermark, das Südburgenland und Teile Unterkärntens. Hier summierte sich um zwei Drittel bis vier Fünftel weniger Niederschlag. Hartberg (ST) und Wörterberg (B) waren mit je zwei Millimeter Niederschlag sowie einer Abweichung vom Mittel um 93 bzw. 94 Prozent die trockensten Orte Österreichs im März 2026.

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Niederschlag im März 2026: Abweichung des Niederschlags vom Mittel im Vergleich zum Mittel 1991-2020. Auswertung mit SPARTACUS-Daten bis inkl. 30.03.2026. © GeoSphere Austria.

Zweigeteilt war der März was die Sonnenstunden betrifft. In der ersten Monatshälfte viel, in der zweiten viel weniger. Die sonnigsten Orte mit jeweils 207 Sonnenstunden waren Podersdorf (B, 116 m) und der Brunnenkogel (T, 3437 m). In Litschau (N, 558 m) wurden mit 158 um 29 Prozent mehr Sonnenstunden registriert als im langjährigen Mittel 1991-2020.

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Sonnenscheindauer im März 2026: Abweichung der Sonnenscheindauer im Vergleich zum Mittel 1991-2020. Auswertung mit SPARTACUS-Daten bis inkl. 30.03.2026. © GeoSphere Austria.

Phänologische Entwicklung

Die Salweide begann bereits sechs Tage vor dem mittleren Blühbeginn im Zeitraum von 1991 bis 2020 zu blühen. Der Blühbeginn von Forsythie und Marille war ebenfalls verfrüht und setzte jeweils zehn Tage früher ein als im Mittel von 1991 bis 2020. Zudem gab es bereits erste Beobachtungen zum Blühbeginn der Süßkirsche sowie zum Laubaustrieb von Lärche und Rosskastanie.